Last-Minute

Lastminute“ stammt aus dem englischen und bedeutet frei übersetzt „letzte Minute“. Seinen Ursprung hat das Wort aus der Tourismusbranche und bezeichnet alle Reiseangebote, deren Abreisetag innerhalb der nächsten 14 Tage liegt. Daher vereist man auch sprichwörtlich in letzter Minute, also last minute eben. Den Begriff verwendet man aber nur auf dem deutschen Reisemarkt.

Fluggesellschaften begannen in den 1980er Jahren freie Plätze, die z.B. durch kurzfristige Stornierungen entstanden, zu vergünstigten Preisen anzubieten. Der Erfolg sprach für sich und fortan wurden sie Bestandteil eines jeden Reiseveranstalters. Dabei umfassen diese Angebote auch andere Bereiches des Reisemarktes (Pauschalreisen, Hotelzimmer, Ferienwohnungen). Lastminute-Reisen wurden fortan zu einem wichtigen Bestandteil in den Angeboten der Reiseveranstalter.

Das Marktforschungsinstitut Web-Tourismus untersuchte 2007 die Lastminute-Reisen in Deutschland. So wurden 19,6 Mio Lastminute-Reisen durchgeführt. Dabei lag die Lastminute-Reiseintensität in Deutschland bei 30,2% und die Reisehäufigkeit bei 1,25 Reisen. Das bedeutet, dass die durchgeführten Lastminute-Reisen um 39% zu 2006 gestiegen sind.

Mittlerweile können Lastminute-Flüge und Reisen nicht nur an Flughäfen, sondern auch in Reisebüros und im Internet gebucht werden. Gerade das Internet hat den Lastminute-Reisemarkt weiter deutlich angekurbelt. Problematisch ist dieser Trend aber zuweilen für Reiseanbieter. Bei Frühbuchungen können bessere Planungen durchgeführt werden. Steigt aber die Bereitschaft Lastminute zu reisen, ist eine langfristige Kapazitätsplanung nicht mehr möglich war. Daher wird mittlerweile wieder versucht mit Lockangeboten wie Frühbucher-Rabatten die Reisenden dazu zu bewegen ihre Flüge frühzeitig zu buchen.