In bestimmten Schichten der Erde ist Erdöl eingelagert, ein Gemisch von etwa 500 unterschiedlichen Kohlenwasserstoffen, hauptsächlich Aliphaten, Naphthenen und Aromaten mit wechselnden Anteilen ungesättigter Kohlenwasserstoffe. Rohes Erdöl (Rohöl) stellt mit mehr als 17.000 Bestandteilen eine der komplexesten Mischungen an organischen Stoffen dar, die natürlicherweise auf der Erde vorkommen.
In der heutigen Industriegesellschaft ist Erdöl einer der wichtigsten natürlich vorkommenden Energieträger und einer der wichtigsten Rohstoffe. Er kann zur Erzeugung von Elektrizität und Treibstoffen verwendet werden und findet auch in der chemischen Industrie seine Bedeutung.
Seine Farbe und Konsistenz variieren von wasserklar und dünnflüssig bis tiefschwarz und dickflüssig. Erdöl hat auf Grund der Schwefelverbindungen einen charakteristischen Geruch, dabei ist die Ausprägung sehr stark von der geografischen Herkunft abhängig. So fluoreszieren z.B. manche Erdölsorten bei der Bestrahlung mit ultraviolettem Licht. Seine Dichte liegt zwischen 0,65 und 1,02.
Man nimmt an, dass sich vor ca. 3 Mrd. Jahren Erdöl zum ersten Mal gebildet hat. In Meeresbuchten mit besonderen Bedingungen und unter dem Einfluss von Bakterien, großem Druck und Hitze entstand zunächst Erdölmuttergestein. Es wandert in der Erdkruste nach oben und sammelt sich in Lagerstätten. Von diesen kann es abgepumpt werden.
Solche Fundorte können dabei auf dem Festland, sowie unter dem Meeresboden liegen. Die Förderung von Lagerstätten, die sich unter dem Wasser befinden nennt man „Off-shore-Gewinnung“. Heutzutage ist Saudi-Arabien einer der bedeutendsten Ölförderländer. Abzuwarten bleibt auch, wie lange es noch Erdöl gibt. Es wird vorausgesagt, dass die Erdölreserven nur noch 50 Jahre den Weltverbrauch decken können.