Mode

Der Begriff stammt aus dem französischen und bezeichnet eine aktuelle vorherrschende Art und Form der Lebenshaltung. Ausprägungen können hier z.B. die Art der Kleidung, Bart- und Haartracht, Geselligkeit, Wohnkultur und sozialen Repräsentation, sowie Strömungen in Kunst, Philosophie, Sprache und Literatur sein.

Die Mode beschreibt eine kurzfristige Veränderlichkeit. Anregungen können auf dem Wunsch nach Abwechslung, dem Zeitgeschmack oder aber auf Nachahmung beruhen. Kennzeichnend ist also, dass sich eine Mode ändert und durch eine andere ersetzt wird. Es kann jedoch durchaus sein, dass eine Mode in ihrer Form schon einmal präsent war und wiederkehrt.

Somit bezeichnet Mode zugleich einen Prozess und einen aktuellen Status Quo. Als Status Quo bezeichnet Mode den Geschmack bzw. die Überzeugungen, die aktuell innerhalb einer Gesellschaft oder einer gesellschaftlichen Gruppe vorherrschen.

Spricht man hingegen von Mode als Prozess, bezeichnet er den Prozess der gesellschaftlichen Veränderung dieses Zeitgeschmacks bzw. dieser Überzeugungen. Mode ist in diesem Sinne ein gesellschaftlicher Prozess der Auf-, Um- und Neubewertung von Gegenständen jeglicher Art.

Mode beruht zudem auf dem Bedürfnis nach Exklusivität und Differenzierung, das einerseits als Tendenz zur Individualisierung wirksam wird, andererseits ein Streben nach Anpassung erzeugt. Freilich kommt der Mode auch eine volkswirtschaftliche Bedeutung zu. Bedeutendste Modezentren sind Paris, Mailand, Rom und New York.